Region erfolgreich beim Innovationswettbewerb „KI für KMU“

Als Teil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“ der baden-württembergischen Landesregierung fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit dem Innovationswettbewerb „KI für KMU“ neun Verbundprojekte für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand mit insgesamt 2,5 Millionen Euro.

Auch die Rhein-Neckar-Region ist in der zwei der geförderten Konsortien vertreten. „Ich freue mich, dass die Universitätsmedizin Mannheim und die Hochschule Mannheim mit ihren Konsortien von der Förderung profitieren können,“ so die CDU-Landtagsabgeordnete Julia Philippi.

„Gerade kleine und mittlere Unternehmen können den Einsatz von KI wie auch anderer digitaler Innovationen meist nicht im Alleingang implementieren und benötigen dazu Kooperationspartner aus der eigenen Branche und aus der Wissenschaft. Das Wirtschaftsministerium fördert zum einen eine engere Zusammenarbeit der Wissenschaft mit den Betrieben bei der Entwicklung von KI-Lösungen und beschleunigt zum anderen deren zeitnahe praktische Implementierung.“

(rs)

Weitere Informationen
aus der Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 10.1.2020

Das Ministerium hatte den Innovationswettbewerb von Juli bis Oktober dieses Jahres mit einer maximalen Fördersumme von 300.000 Euro ausgeschrieben. Voraussetzung für eine Bewerbung war eine Beteiligung von mindestens zwei kleinen oder mittleren Unternehmen sowie einer Forschungseinrichtung aus Baden-Württemberg. Außerdem mussten sich die Projekte an den konkreten Bedarfen der Unternehmen orientieren. Der Aufruf stieß auf sehr starkes Interesse bei Unternehmen: Es gingen 40 Projektanträge ein, an denen insgesamt 100 Firmen aus dem ganzen Land beteiligt waren. Auf Basis des verfügbaren Budgets in Höhe von 2,5 Mio. Euro konnten hieraus neun Projekte für eine Förderung ausgewählt werden. Die Projekte starten bereits im Januar 2020 und haben eine Laufzeit von einem Jahr. Sie decken sowohl bei den Anwendungsfeldern als auch bei den Branchen eine große Bandbreite ab – vom produzierenden Gewerbe über die Logistik und Automobilbranche bis hin zu Medizin und Biotechnologie. Das Gesamtprojektvolumen der neun geförderten Projekte beträgt 4,1 Mio. Euro. Neben den Fördermitteln des Wirtschaftsministeriums leisten die beteiligten Unternehmen zusätzlich Eigenbeiträge in Höhe von 1,6 Mio. Euro.

Die Projekte unter Beteiligung der Region Rhein-Neckar:

Entwicklung und Integration einer neuen Magnetresonanz-Analysemethode zur Beurteilung der Erkrankungsaktivität bei Patienten mit Multipler Sklerose
Ziel: Durch KI-Einsatz soll die Analyse von MRT-Aufnahmen im Hinblick auf Veränderungen der Gehirnstruktur automatisiert und erheblich beschleunigt werden. Branche/Anwendungsfeld: Medizin
Fördervolumen: 263.844 EUR
Konsortium: Universitätsmedizin Mannheim der Uni Heidelberg, mediri GmbH, Heidelberg, MedicalSyn GmbH, Stuttgart

KI-basierte Steuerungsarchitektur für vernetzte, flexible Materialflusssysteme
Ziel: KI-Technologie soll zur Steuerung eines komplexen Intralogistik-Systems, bestehend aus fahrerlosen Robotern am Boden und autonomen Systemen, die unter der Decke ein rasterförmiges Transportnetzwerk bilden, eingesetzt werden, so dass eine flexible Produktion mit „Losgröße 1“ optimiert wird.
Branche/Anwendungsfeld: Intralogistik
Fördervolumen: 299.984 EUR
Konsortium: Karlsruher Institut für Technologie, Hochschule Mannheim, flexlog GmbH, Karlsruhe, Things Alive Robotics GmbH, Karlsruhe, Gebhardt Fördertechnik GmbH, Sinsheim