Prioritäten beim Schulstart setzen

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Bei manchen ist Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann auf Unverständnis gestoßen, als sie sich schon am letzten Schultag vor den Osterferien zu einem schrittweisen Wiedereinstieg in den Präsenz-Unterricht geäußert hat. Zu Unrecht, findet die CDU-Landtagsabgeordnete Julia Philippi.

„Es ist für alle Beteiligten wichtig, möglichst zeitnah informiert zu werden, was das Kultusministerium nach den Osterferien plant,“ so die Abgeordnete. Zu Beginn der Schließung seien ja viele davon ausgegangen, dass nach den Osterferien wieder Normalbetrieb herrschen werde. Das sei jetzt aber absehbar nicht der Fall.

Natürlich müsse man abwarten, wie sich die Infektionszahlen entwickeln, bevor man eine abschließende Entscheidung treffe, betont Philippi. Aber es sei sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern wichtig zu wissen, dass man sich im Kultusministerium auf alle Eventualitäten vorbereite.

„Absolute Priorität haben aus meiner Sicht die Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge,“ so Philippi. „Ihnen muss es ermöglicht werden, sich noch einmal gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten.“ Sie sei zuversichtlich, dass man hier eine Lösung finden werde. Darüber hinaus habe sie im Gespräch mit zahlreichen Schulleitungen unterschiedlicher Schularten in ihrem Wahlkreis das Gefühl bekommen, dass man sich vor Ort gut eine Art Schichtbetrieb vorstellen könne, wie ihn auch viele Unternehmen aktuell praktizieren, um die Zahl der Kontakte zu reduzieren.

„So vielfältig wie unsere Schulen sind, so vielfältig sind auch die Lösungsansätze, die während der Schließung entwickelt wurden und an denen die Kollegien auch während der Schulferien weiterarbeiten,“ betont die Abgeordnete. Die Lehrkräfte wüssten auch beim Wiedereinstieg am Besten, wie sie den Schulalltag nach den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler und im Einklang mit den notwendigen Hygienemaßnahmen gestalten können.

„Ich weiß, dass das Kultusministerium sich auf das Verantwortungsbewusstsein und die Kreativität der Lehrerinnen und Lehrer im Land verlassen kann. Und ich hoffe, dass auch die Eltern auf das pädagogische Know-how der Lehrkräfte vertrauen. Natürlich läuft momentan nicht alles ideal, aber die Zeit ist nicht vertan. Wir alle – und besonders unsere Kinder – lernen fürs Leben.“

(rs)

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