Mit Südwestmetall zu Besuch bei der ABT Mediengruppe in Weinheim: „Die Konzentration auf das Kerngeschäft sollte wieder zur Normalität werden“

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Landtagsabgeordnete Julia Philippi war am vergangenen Mittwoch, den 5. August, zu Gast in Weinheim bei der ABT Mediengruppe. Die Abt Mediengruppe ist als inhabergeführtes Familienunternehmen mit rund 60 Mitarbeitern wichtiger Arbeitgeber in der Metropolregion und setzt gerade in den Bereichen Nachhaltigkeit und Transparenz immer wieder Projekte um, die bereits mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden.

Im Gespräch mit der Geschäftsführung um Familie Abt und Arnd Suck, Geschäftsführer der regionalen Bezirksgruppe von Südwestmetall und des Unternehmensverbandes Südwest, sprachen die Beteiligten über die Bewältigung der Coronakrise, Bürokratieabbau und die Chancen für die Zukunft. Als Arbeitgeberverband von über 200 Mitgliedsunternehmen mit über 60.000 Beschäftigten im Rhein-Neckar- und Neckar-Odenwald-Kreis setzten sich Südwestmetall und der Unternehmensverband Südwest unter anderem für einen stetigen Dialog zwischen Politik und Unternehmen ein.

Matthias und Michael Abt, Geschäftsführer der Abt Mediengruppe, lobten dabei die schnelle Hilfe und geringen bürokratischen Hürden beim Kurzarbeitergeld: „Die Umsetzung der Kurzarbeit vor Ort lief gut“, konstatierten sie. Geholfen habe in der Krise auch, dass das Weinheimer Unternehmen durch seine breite Aufstellung im Digital- und Printmarkt schnell auf sich ändernde Nachfrage reagieren konnte. Dennoch werde die Bewältigung der Krise noch Zeit in Anspruch nehmen.

 

Im Hinblick auf die stetig steigende Last durch Vorschriften und bürokratische Hindernisse wünschten sich die Geschäftsführer allerdings auch eine Verbesserung der aktuellen Lage. Abgeordnete Philippi zeigte Verständnis für die Situation der Unternehmer: „Die Konzentration auf das Kerngeschäft sollte wieder zur Normalität werden. Wenn Bürokratie einen großen Teil der Arbeitszeit einer Geschäftsführung einnimmt, ist das der Wertschöpfung nicht förderlich“, so die Abgeordnete. In diesem Hinblick müsse die Sinnhaftigkeit mancher Vorschriften nochmals überprüft werden.

Trotz den spürbaren Folgen der Krise betonten sowohl Familie Abt als auch Arnd Suck von Südwestmetall auch die Chancen, die sich daraus für die Zukunft ergäben: Digitale Bildungsmöglichkeiten und eine bessere Einsteigerqualifizierung müssten nun ausgebaut und auch langfristig genutzt werden. Die Reduzierung der Anzahl von Ausbildungsplätzen sei ein fatales Signal, dem man entgegenwirken müsse. Umso wichtiger fand Julia Philippi, dass das Weinheimer Familienunternehmen auch weiterhin auf eine gute Ausbildung als Säule für die Rekrutierung von Fachkräften setzt. Das Potenzial der Jugend sei vorhanden und müsse besser genutzt werden, waren sich die Beteiligten einig.

 

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